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Die Orte der Kanalroute


Volkswagen Nutzfahrzeuge Stöcken

Einfache, robuste, preiswert zu fertigende und zu unterhaltende Transportfahrzeuge von hoher Flexibilität waren das, was der Markt in den 50er Jahren verlangte. Noch zeichnete sich das Wirtschaftswunder erst zaghaft ab, aber es war klar, dass Handwerker und Kleingewerbler, Einzelhändler und kleine Mittelstandsbetriebe genau das brauchten. So wurde der seit 1950 in Wolfsburg produzierte „Bulli“ rasch zum Erfolgsmodell. Man konnte die Produktion in Wolfburg nicht weiter erhöhen, deshalb entschied sich VW 1955 für den Bau eines eigenen Werkes für den Volkswagen Transporter in Hannover.

1959 lief im Werk Hannover die Motorenproduktion an. Seitdem werden dort alle luftgekühlten und heute wassergekühlten Volkswagen Boxermotoren für den innerdeutschen Markt hergestellt.

1981 feierte das Volkswagenwerk Hannover sein 25jähriges Jubiläum: mehr als 5 Millionen Nutzfahrzeuge waren seit der Eröffnung vom Band gelaufen. Der wassergekühlte Boxermotor sowie der modifizierte Dieselmotor des Golf schufen die dringend notwendige Aufbesserung des Transporters.

1986 lief der 6.000.000ste Transporter vom Band. Damit war der Transporter eindeutig Weltmeister in seiner Klasse. Rund 4,6 Millionen des Erfolgsfahrzeugs waren allein in Hannover produziert worden; dazu 1,6 Millionen Fahrzeuge in Wolfsburg, Brasilien, Afrika, Mexiko und Australien. Der Transporter wurde auf 180 Auslandsmärkten verkauft und hatte 1985 eine Exportquote von 56,8 Prozent

Nach über 30 Großbauvorhaben bei Volkswagen in Hannover sind noch weitere Erweiterungen geplant. So wurde im Verlauf des Jahres 2000 in Hannover die neue, 70 Millionen Euro teure Großraumsaugerpresse aufgebaut. Es handelt sich um eine der größten Pressenstraßen der Welt. Die Außenmaße der Halle sind mit 195 Metern Länge, 40 Metern Breite und 29 Metern Höhe beeindruckend.

Im Zuge der Neustrukturierung der Volkswagen AG wird Volkswagen Nutzfahrzeuge zum 1. Januar 2002 dritte Säule des Konzerns. Alle Nutzfahrzeugprodukte der Volkswagen AG werden durch die in Hannover sitzende Marke VWN geführt.
Der Standort Hannover erhielt den Zuschlag für den Bau des Microbus, die neue Interpretation der Großraum- und Freizeitlimousine. Im Rahmen des Projektes 5000 x 5000 werden damit in naher Zukunft 1500 neue Arbeitsplätze in Hannover geschaffen. Die Produktion des Fahrzeugs, das hauptsächlich auf den amerikanischen Markt zielt, soll Ende 2006 beginnen.


In einem eigenen Projekt „Werkeisenbahnlogistik“ führen die Städtischen Häfen Hannover im Nordhafen den Werkeisenbahnverkehr für das Nutzfahrzeugwerk der Volkswagen AG durch. Die Häfen stellen die bahnlogistische Ver- und Entsorgung des VW – Werkes und den gesamten Rangierbetrieb im Werk in einem Mehrschichtsystem sicher.

Die Gleise führen zu Ladestellen die teilweise direkt an den Produktionslinien innerhalb des Werkes liegen. Dadurch ist die Eisenbahn der Städtischen Häfen ein zentraler Bestandteil der logistischen Versorgung des Werkes mit Zulieferteilen der Automobilindustrie aus ganz Europa. Bei der Entsorgung des Werkes ist die Eisenbahn ebenfalls eng eingebunden. So erfolgt zum Beispiel der Versand eines Großteils der produzierten Nutzfahrzeuge auf der Schiene.

Bei der Verladung auf Eisenbahnwagen wird die werkeigene Schiebebühne genutzt, die Anfang der 90er Jahre in Betrieb genommen wurde. Sie besteht aus insgesamt drei Gleisen, zwei für die Zuführung von leeren Flach- und Doppelstockwagen und eines für die Abfuhr der beladenen Wagen. Die Rangieraufgaben auf der Schiebebühne werden von einem Rangiergerät wahrgenommen.




Serviceinformationen:

Hannover – Stöcken, Stelinger Straße

Aktuelle Informationen über Werksbesichtigungen unter  www.volkswagen.de

Stadtbahnlinie 5 (Richtung Stöcken), Haltestelle Hogrefestraße (Wendeschleife), Bus Linie  490 (Richtung Neustadt) oder 491 (Richtung Osterwald), Haltestelle Strelinger Straße/ Mittellandkanal